Gerade in den momentanen Zeiten der Finanzkrise ist es noch schwerer, sich für eine bestimmte Form der Geldanlage zu entscheiden, bei der man dann auch ein gutes Gefühl hat. Bei der Kapitalanlage verfolgt man in der Regel drei Ziele, nämlich eine möglichst hohe Rendite, so gut wie kein Risiko und am besten noch die tägliche Verfügbarkeit über sein Geld. Diese Ziele konkurrieren miteinander, so dass man sie niemals zu 100% gleichzeitig erreichen wird. Man muss sich also überlegen, welches Ziel einem am wichtigsten ist. Da der Aktienmarkt ein nicht zu kalkulierendes Risiko in sich birgt, sind derzeit das Tagesgeld oder auch das Festgeld eine sehr beliebte Form der Geldanlage. Bei beiden legt man das Geld auf einem Konto an und erhält im Gegenzug von der Bank die Guthabenzinsen für den Zeitraum der Geldanlage. Dabei unterscheiden sich beide Geldanlageformen in einem wesentlichen Faktor, nämlich der Verfügbarkeit. Das Festgeld ist so aufgebaut, wie der Name vermuten lässt, dass das Kapital für eine feste Zeit festgeschrieben wird und vor Ablauf dieser Laufzeit keine Verfügung möglich ist. Das Tagesgeld bietet einem dagegen die Möglichkeit, jeden Tag über das angelegte Geld zu verfügen, indem man es täglich auf das vorher angegebene Referenzkonto überweisen kann, um dann darüber zu verfügen. Dieser Vorteil der Verfügbarkeit beim Tagesgeldkonto führt im Gegenzug zu einem etwas niedrigerem Zinssatz als beim Festgeld, wo man sich wieder überlegen muss, welche Eigenschaft für einen wichtiger ist. Die Zinsentwicklung sieht so aus, dass beim Festgeld der Zins-Satz für die festgelegte Laufzeit gleich bleibt, während sich der Zinssatz für das Tagesgeld an den Zinsen der Europäischen Zentralbank orientiert und sich daher auch jederzeit ändern kann. Eine schöne Variante der zusätzlichen Geldanlage ist der sogenannte Sparplan, mit dem man regelmässig, meist monatlich Geld von seinem Cash Konto auf beispielsweise das Tagesgeld oder auch in eine Fondsanlage Geld überweisen lässt, um sich so nach und nach ein Guthaben aufzubauen, mit dem man dann auch von den Zinszahlungen profitieren kann. Die Form der Geldanlage muss man immer im Einzelfall mit seinen Zielen abstimmen. Dabei ist es nicht verkehrt, auf ein wenig Rendite zugunsten von Rendite und Liquidität zu verzichten.
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